Review: Teeth of the Sea – Wraith

Die Psych-Band aus London rutscht auf ihrem fünften Album mehr in Richtung Dancefloor.

Verstörender Elektro-Psych-Rock seit 2006: Teeth Of The Sea sind mit ihren Sounds gerne auf der dunklen Seite zu Hause. Versperrt war etwa der Eintritt zum 2015er „Highly Deadly Black Tarantula“. Schob man sich durch, wartete ein bodenloses Loch.

Nun ist der Nachfolger erschienen. „WRAITH“ (Rocket Recordings) verfolgt dabei einen leicht anderen Ansatz: etwas mehr Spaghetti Western, etwas mehr Eingängigkeit. Die Platte klingt offener, wenn auch nicht freundlicher.
Erol Alkan füllt normalerweise die großen Clubs, hier hat er „I’d Rather, Jack“ produziert. Der sehr mächtige Track hat Unangenehmes zu bieten, ist aber deutlicher auf Dancefloor ausgerichtet.

Die Gästeliste ist übrigens illuster. Schlagzeugerin Valentina Magaletti (u.a. The Oscillation) steuert auf „Hiraeth“ flirrende Percussions bei. Eine einsame Trompete ertönt, dann setzt eine Western-Gitarre ein. Nach vier Minuten dringt ein wummernder Beat durch.

Auch auf „VISITOR“ ist Magaletti zu hören. Nach sphärischem Synthie-Beginn steigert sich der Track mit der Laufzeit und wird sehr dicht. Ex-Stereolab-Sängerin Katharine Gifford ist auf dem sehr ruhigen Track „Fortean Steed“ dabei.

Chloe Herington (Knifeworld) bereichert „Burn of the Shieling“, der mehr zum Jazz driftet. „Her Wraith“ ist zurückhaltender, „Gladiators Ready“ dafür auf Big Beat getrimmt.

Fazit: Sehr intensives Erlebnis, dabei stets abwechslungsreich.

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