Review: Taras Bulba – Soul Weaver

Das neue Album ist fokussierter, versteckt den schönen Folk aber zu oft unter Synthieflächen.

Hinter Taras Bulba steckt eigentlich ein Duo. Nun hatten/haben wir aber den Coronavirus und der zwang Fred Laird, die neue Platte im Alleingang aufzunehmen. Jon Blacow, normalerweise für die Percussions zuständig, war nicht in die Sessions eingebunden.

Soul Weaver“ (Riot Season) rückt somit die Gitarre sowie klassische Songstrukturen in den Vordergrund, während der Vorgänger „One“ noch stärker auf Percussions und Improvisation ausgerichtet war.

Laird griff auf Drum Machines oder Archivaufnahmen von Blacow zurück. Und er versinkt in seinen elektronischen Geräten, die er auf beinahe jedem Song flächig auf die Reise schickt.

Beeinflusst wurde Laird von „The Sea Priestess“, einem Roman von Dion Fortue. Das resultiert in folkigen Motiven, die sich auch in der Musik wiederfinden.

Leider begräbt der Brite den durchaus schönen Folk unter dichten Flächen. „The Moon On The Tides“ versinkt etwas, zuviel ist da an Störgeräuschen vorhanden.

Dafür ist „Tethered On The Wheel“ wunderbar, weil es eben luftiger ist. Auch gut: Das 14 Minuten lange „Catch A Falling Star“, das sich ebenfalls Einfachheit gönnt.

Die Platte ist Lairds Schwägerin Susie gewidmet, die eigentlich auf „Sun and Steel“ hätte singen sollen. Sie verstarb aber sehr plötzlich und noch bevor sie Vocals hätte aufnehmen können.

Fazit: Es schimmert ein Diamant, doch es liegt viel Staub darüber.

7.4

7.4/10
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