Review: Tamar Aphek – All Bets Are Off

Forderndes Debütalbum zwischen Breakbeats und mystischem Dream Pop.

Ein paar Jahre ist Tamar Aphek aus Israel schon dabei, spielte in diversen Bands, probierte sich aus, veröffentlichte dann Solo-EPs. Mit „All Bets Are Off“ (Kill Rock Stars / EXAG / Nana Disc) stellt sie nun den ersten Longplayer vor. Und der hat es in sich.

Es ist ein Album, das mit einer falschen Fährte beginnt. „Russian Winter“, der Opener, legt mit krachenden Breakbeats los. Überrollt einen förmlich, dann grätscht eine wundervolle Vintage-Orgel dazwischen. Ein ungewohntes Hörerlebnis, das dann aber nicht fortgesetzt wird.

Die folgenden Tracks lassen es bedeutend ruhiger angehen. Apheks Gesang passt perfekt zum driftenden Psych-Untergrund. Sie legt sich mystisch darüber. Auch wenn da hinten sehr viel passiert, ist die Stimmung insgesamt doch gediegen. Sehr schön das verträumte „Drive“, das so angenehm dahinfließt.

„Crossbow“ nimmt dann wieder die Beats vom Anfang auf, nicht ganz so wild, mehr dem Big Beat zugewandt. Mit cheesy Gitarrensolo, Stabbing Westward hätten das auch nicht anders gemacht.

Wieder Break, wieder mehr Ruhe mit „Beautiful Confusion“, auch wenn diese dann jäh gestört wird. Eine Improvisation zwischen Jazz und Psych Rock erwartet uns auf „Nothing Can Surprise Me“. Der Closer „As Time Goes By“ sucht dann seinen Platz zwischen Orchestergraben und Bettkante.

Fazit: Auf jeden Fall ungewöhnlich.

Tamar Aphek - All Bets Are Off

7.8

7.8/10
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