Review: Svvamp – Svvamp 2

Die Schweden servieren auch auf ihrem zweiten Album Retro-Blues-Rock. Das Salz haben sie stellenweise vergessen.

Auf „Svvamp 2“ (RidingEasy Records) klingen Svvamp wie die Psych-Blues-Bands der späten 1960er. Wie Canned Heat oder Cream oder CCR. Doch irgendwas fehlt den Schweden, um den großen Helden näher zu kommen. Seit dem 2016er Debüt haben sie keinen Boden gut gemacht, vielleicht eher verloren.

Auf der ersten Platte schepperte es noch ordentlich, das wurde nun bereinigt. Mittlerweile sind sie dort angekommen, wo die Black Keys seinerzeit begonnen haben, also bei einem sehr luftigen Blues Rock. Anders als bei den Black Keys fehlt aber Svvamp an manchen Stellen der entscheidende Punch.

Wie etwa auf „How Sweet It Would Be“, das etwas in der Luft hängt. Man hofft auf das eine Riff oder Drum-Solo, aber es kommt nicht. Dasselbe Spiel auf „Surrender“, das insgesamt etwas abgespaceter daherkommt.

Dabei gibt es so gute Stellen, wie etwa auf dem Eröffnungstrack „Queen“, der vom groovenden Blues Rock in einen tollen Jam umbricht. Oder das hell poppige „Sunshine Street“, das sofort hängenbleibt.

Sie können es, müssen es nur noch auf Albumlänge durchziehen. Wir hoffen auf „Svvamp 3“.

Fazit: Die Platte hat einige gute Momente, aber auch ein paar schwache.

6.8

Fazit

6.8/10