Review: SURFBORT – Friendship Music

Die New Yorker bespielen auf ihrem Debüt die Lücke zwischen Trash und Anarcho Punk.

Sehr direkt, mit einem Song namens „ACAB“, dann wieder etwas versteckt, wie in „Trashworld“, aber stets hochpolitisch. So geben sich SURFBORT auf ihrem Debütalbum „Friendship Music“ (Cult Records / Fat Possum Records).

Die Band aus Brooklyn spielt schnellen Anarcho Punk, hat aber auch Lust auf schrägen Trash. Produziert haben Jonathan Schenke (Eaters) und Chad Ubovich (Meatbodies). Der Sound ist sehr dicht und packend.

17 Songs werden in knapp einer halben Stunde heruntergerissen. Vollgas ist meistens angesagt, lediglich an wenigen Stellen kann man durchatmen. „Pretty Little Fucker“ startet etwas eiernd, geht dann aber wieder voll nach vorne.

Schon der Einstieg mit „High Anxiety“ kriegt einen sofort. Sängerin Charlotte Wimberley lockert den Griff dann nicht mehr. Sie ist fantastisch am Mikrofon, vermag es zu spucken, aber auch eindringlich zu sein.

„White People“ ist mitreißend, „Slushy“ etwas eingängiger. Ein wunderschönes Wortspiel gibt es mit „Les Be In Love“. Mit „Hillside Strangler“ covern sie die Hollywood Squares, mit „Selfie“ kritisieren sie Influencer.

Fazit: Besser kann Punk eigentlich nicht sein.

8.8

Fazit

8.8/10