Review: Supersuckers – Suck It

Zum 30. Geburtstag gibt es ein neues Album der Supersuckers. Es hat einen beschwerlichen Weg hinter sich.

Die Reise zum neuen Supersuckers-Album begann vor drei Jahren in Seattle. Frontman Eddie Spaghetti packte seine Familie in ein Wohnmobil und wollte mit ihr ein Jahr auf der Straße verbringen. Nur kurze Zeit nach Reiseantritt stoppte Glatteis die Fahrt. Nach dem Crash wurde im Krankenhaus bei dem Sänger Krebs festgestellt. Ein langer Leidensweg begann, der die Familie beinahe in den Ruin trieb.

2018 ist die Band nun aber wieder voll da. Konzerte wurden absolviert und eben die neue Platte „Suck It“ (Steamhammer) aufgenommen. Neben Spaghetti waren Gitarrist Marty Chandler und Schlagzeuger Chris Von Streicher an den Aufnahmen beteiligt. Jesse Dayton steuert Gastvocals bei, Stefano Intellisano sitzt an der Orgel und am Piano.

Es ist das insgesamt zwölfte Studioalbum der selbst ernannten „Greatest Rock’n’Roll band in the world“. Zudem feiern wir dieses Jahr das 30. Jubiläum. Die Supersuckers begannen damals als räudige Vollgas-Punk-Band mit Kanten auf Sub Pop. Über die Jahre ist ihr Sound hymnischer, massentauglicher und mehr zum Classic Rock geworden.

Auf der neuen Platte erhalten wir nun breitbeinigen Hard Rock („Dead Inside“) und wilde Riff-Orgien („Breaking My Balls“). Auch wenn die Supersuckers weiterhin wissen, wie es schnell nach vorne geht, überwiegen doch die zurückhaltenden Nummern.

„The Worst Thing Ever“ ist sehr persönlich, „Cold Wet Wind“ driftet verloren dahin. Quatsch-Punk gibt es mit „What’s Up (With This Motherfucking Thing?)“. Das ZZ Top-Cover „Beerdrinkers and Hellraisers“ klingt nach dem Motörhead-Cover desselben Songs. Schön ist das Name-Dropping auf „History of Rock’n’Roll“.

Fazit: Das Geburtstagsgeschenk enttäuscht nicht.

7.6

Fazit

7.6/10