Review: Sun Voyager – Seismic Vibes

Mit beinahe vier Jahren Verspätung erscheint nun das Debütalbum der New Yorker. Das Warten hat sich gelohnt.

Im Mai 2014 kündigte Sun Voyager ihr Debütalbum für den damaligen Sommer an. Doch daraus wurde nichts. Es folgten EPs und Split-Singles, einen Longplayer ließ die Heavy-Psych-Band aus New York aber vermissen.

Beinahe vier Jahre später ist es nun so weit. „Seismic Vibes“ (King Pizza Records) ist endlich hier und das Warten war nicht umsonst. Auf den bisherigen Releases ließen Sun Voyager eine Vorliebe für Psych zwischen Nebula und The Black Angels erkennen. Die Soundqualität und auch das Songwriting ließen jedoch zu wünschen übrig. Einordnen konnte man sie damals unter „weiter beobachten“, jetzt müsste sie als „unbedingt weiter beobachten“ kategorisieren.

Denn „Seismic Vibes“ ist ein sehr rundes, fettes Fuzz-Psych-Album geworden. Spacige Sounds treffen auf wuchtige Stoner-Parts. Ein packender Groove begleitet fast alle Tracks. Jetzt muss die Linie zu der Band Fuzz gezogen werden.

Gleich der Einstieg mit „Trip“ legt die Parallelen zu der Band um Charles Moothart, Chad Ubovich und Ty Segall. Die Drums sind fantastisch, die Gitarre liefert Killer-Riffs und der Bass brummt tief.

Das Tempo wird auf „Open Road“ etwas höher gedreht. Auf „Caves of Steel“ versinken wir in einem chaotischen Jam from outer space. „Stellar Winds“ ist schleppend und mächtig.

Nach punkigem Beginn biegt „Harebrained“ in einen driftenden Jam ab. „Too Much“ ist bedrohlich und zerfasert mit der Laufzeit. Doomig wird es auf „Psychic Lords“. Die Entwicklung der Band lässt sich gut am Abschlusstrack „God Is Dead“ ablesen. Dies ist ein älterer Song, der hier in einer überarbeiteten und ausufernderen Version vorliegt. Die neue Variante ist überragend.

Fazit: Vielleicht die Überraschung des Jahres. Unfassbar gutes Heavy-Psych-Album.

8.8

Fazit

8.8/10
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