Review: Sugar Candy Mountain – Impression

Eine entspannende Achterbahnfahrt, umrahmt von Sixties Sound.

Ash Reiter und Will Halsey legen als Sugar Candy Mountain Wert auf die Musik vergangener Zeiten. Man vermengt typische Sixties Sounds, holt sie in die Neuzeit mit klarer Produktion und dem Mut zum Komplexen.

Das 2018er „Do Right“ zeigte das Songwriting gereift. Den Eindruck bestätigt nun das insgesamt fünfte Album „Impresion“ (Org Music / PIAPTK). Lockere Psych Pop-Songs stehen neben krautigen Jams, dazu gibt es Tropical und allerlei Entspanntes. Die Band beschreibt die Platte als Achterbahnfahrt. Das stimmt, auch wenn es eher eine gemütliche ist. Es gibt Aufs und Abs, das Tempo wird aber nie allzu stark angezogen.

Die Kalifornier sind stets sehr füllig unterwegs. Auch die einfacheren Songs fiepsen gerne, lassen die Synthies spaceig flirren. Fast schon zurückhaltend fällt da der fantastische Opener „Running From Fire“ aus, der einen lockeren Groove anbietet, mystische Facetten hat, aber ansonsten recht coolen Sixties Psych beinhaltet.

Toll auch der verträumte Titeltrack, der wundervoll wegdriftet. „Outside In“ ist dahingehaucht, „The Love Between“ verwaschen. Dann, nach dem gut gelaunten und fuzzy „Gussie“ wird es komplizierter.

Irgendwie verlieren sich Sugar Candy Mountain in den Arrangements. Hätten sie den Country-Ansatz auf „Sally Ballerina“ mal durchgezogen, anstatt wieder elektronische Spielereien einzusetzen. Auf „The End“ kippt der Trip kurz in einen schlechten.

Mit „No One Can See“ wartet dann noch einmal ein Highlight. Hier verschmelzen Psych Pop und Rock wieder gar wunderbar. Und dann noch der geradlinige, umarmende Rausschmeißer „Please Don’t Look Away“. Davon mehr und das Album hätte besser gefallen.

Fazit: Oft zu komplex, so dass man die Perlen beinahe übersieht.

Sugar Candy Mountain - Impression

7.5

7.5/10
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