Review: Sudakistan – Swedish Cobra

Die schwedische Latino-Psych-Garage-Band kehrt mit einem zweiten Album mit. Es ist zugänglicher und gleichzeitig unbequemer.

Das 2015er Debüt von Sudakistan war schon eine harte Sache. „Caballo Negro“ arbeitete mit Latino-Sounds und legte argen Garage Rock darüber. Die Platte war sperrig und stellenweise auch nervenaufreibend. Mit ihrem zweiten Longplayer lockern die Schweden nun etwas die Fesseln.

Dabei ist „Swedish Cobra“ (PNKSLM) weiterhin sehr wild und chaotisch. Die Arrangements sind wendig, die Brüche hart. Gesungen wird zumeist auf Spanisch, die Latino-Rhythmen sind weiterhin präsent. Nun dominieren sie aber mehr und rücken die Tracks in eine Ecke, in der auch Goat stehen. Also entspannte World Music trifft aufpeitschenden Psych Rock.

Gerade bei „Blanco“ kann man schnell den Goat-Fusion-Sound heraushören. Die Nummer ist sehr druckvoll, dennoch auch elegant. Mit „Whiplash“ folgt die wohl stärkste Nummer. Hier windet sich die Schlange unerbittlich, bietet Aufputschendes, Driftendes und Euphorisches.

Der knackige Titeltrack ist ein scharfes Surf-Punk-Stück. Danach wird es mit „Emma“ atmosphärisch und weniger schnell. „Two Steps Back“, auch mindestens ein Hit, kombiniert relaxten Surf-Vibe mit Fuzz-Punk.

„Åtthundra tjugoett“ erstreckt sich über acht Minuten und nimmt nach zurückhaltendem Beginn immer mehr Drive auf. Die Radiotauglichkeit blitzt im abschließenden „Last Love Supreme“ auf. Es ist der wohl hellste Moment des Albums.

Fazit: Sehr ausgefeiltes und starkes Album.

8.1

Fazit

8.1/10