Review: Stumpwater – Motel In Saginaw

Eine bisher unveröffentlichte Platte der Mitte der 1970er aktiven Folk-Rock-Band wurde ausgegraben.

Musikhistoriker Steven H. Kraków aka Plastic Crimewave stolperte bei seinen Ausgrabungen irgendwann über eine 7-Inch der Band Stumpwater. Sofort überzeugt, begab er sich auf die Spuren des Trios aus Illinois. Es stellte sich heraus, dass diese 7-Inch die einzige Veröffentlichung der Folk-Rock-Band war.

In Gesprächen mit den Bandmitgliedern erfuhr Plastic Crimewave dann, dass es ein komplettes Album geben würde, das seit 1973 auf einen Release warte. Drag City hat sich nun diesem Werk angenommen und bringt „Motel in Saginaw“ heraus.

Die Aufnahmen liegen in einer erstaunlich guten Qualität vor, auch wenn es mal knistert und kratzt. Wir haben es hier mit wundervollem Folk Rock zu tun, der sich oft an Größen wie CSN anheftet, dennoch sehr viel Eigenständigkeit aufweist.

„The Hermit“ startet galoppierend, driftet dann entspannt weg. Mit CSN hat man die Mehrstimmigkeit und die eingängigen Melodien gemein. Auch „Blind Darkness“ ist sehr schön geraten. Es folgen reduzierte und sanfte Songs. Sehr traurig ist „Now That He’s Passed“.

„Sister of Mine“ ist dann wieder rockiger und eine wahrlich fantastische Nummer. Episch gestaltet sich „Growing Time“.

Fazit: Danke, Plastic Crimewave, für diese Entdeckung.

8.4

8.4/10
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