Review: ST 37 – dto.

Punk, Space Rock, Prog, Soundexperimente – die Band aus Austin fährt alles auf.

Seit über 30 Jahren sind ST 37 nun mit ihrem Space-Psych-Rock unterwegs. Von dem Gründer-Quartett ist nur noch Gitarrist Joel Crutcher mit an Bord. Für ihr neues, selbst betiteltes Doppel-Album (via Super Secret Records) hat die Band aus Austin ihr Line-Up erweitert.

Mit dabei sind Bobby Baker, Bob Bechtol, Lisa Cameron, Scott Telles, Matthew Turner, Chris Sorrentino, Michael Chamy, Kirk Laktas und Walter Daniels. Zuletzt hatten ST 37 ein Split-Album mit den Experimental-Psychern von Acid Mothers Temple.

Auf „ST 37“ zeigt sich die Band inspiriert von der Zusammenarbeit. Es gibt mehr Raum für Experimente, wie etwa auf den Geräuschstudien „Shaper of Worlds Pt. 2“ und „Vengeance of Faces“. Es ist beeindruckend, wie die Band zwischen verschwurbeltem Space Rock schnell zu knackigem Punk wechseln und sich dann in einem endlosen Krautrock-Jam vergraben kann. „War Fever“ startet noch relativ locker in die Platte, bietet aber bereits Abgefahrenes.

Zwei Cover-Songs sind auf dem Album. Beide Tracks stammen von ehemaligen Bands von Telles. „Grey Area“, ursprünglich von Elegant Doormats driftet episch in Richtung Prog. „Hollywood Cemetery“, ein Vast Majority-Cover, bietet hingegen fiepsenden Punk.

Zwischen ruhig und flächig und laut und chaotisch liegen oftmals nur wenige Sekunden. „Snootie Y Choobs“ zeigt das beeindruckend. Oder die Schlussnummer „Informed By Death“, die mit dem gefühlvollen Beginn eine falsche Fährte legt.

Highlight ist das mächtige „Rooster Feather Paycheck“, das man so ähnlich wohl schon mal von den Melvins gehört hat.

Fazit: Abwechslungsreicher geht’s kaum.

7.5

Fazit

7.5/10