Review: Spectres – It’s Never Going To Happen And This Is Why

Noise Rock aus Bristol, nicht gar so poppig, wie bei den IDLES.

Seit einiger Zeit beackern die Spectres aus Bristol ihr Noise-Rock-Feld. Die bisherigen Werke waren nicht eben leicht konsumierbar, wenn es auch immer wieder ruhige Momente gab. Für ihre neue Platte werfen sie nun den Pop-Begriff in den Raum.

It’s Never Going To Happen And This Is Why“ (Dark Habits / Little Cloud) hat einen schwierigen Entstehungsprozess hinter sich, musste zwei Mal neu aufgenommen werden. Dennoch verspricht die Band, viel Spaß gehabt zu haben.

Die Spectres bleiben bei ihren düsteren Klangwelten aus Noise Rock, Post Punk und Industrial-Einschüben. Einige Songs öffnen sich aber, sind das Zugänglichste, was man bisher von den Briten gehört hat.

Die Produktion ist wuchtig, das Songwriting zumeist direkt. Vergleiche mit den ebenfalls aus Bristol stammenden IDLES bieten sich an, vor allem auf den eröffnenden „Idolise Us!“ und „Tanning The Albatross“.

Auf „Murder Castle“ biegt man dann aber ab. Es wird atmosphärisch, Quietschen und Schaben dominieren. Auf „Define ‚With'“ tauchen die Gäste Klein und Ben Vince auf, sie drängen den Song in die experimentelle Noise-Ecke.

„An Annihilation Of The Self“ groovet bedrohlich, „On Nepotism“ mit Elvin Brandhi und French Margot ist fantastisch aufgekratzt. Ein Highlight ist das abschließende acht Minuten lange „I Was An Abattoir“, das nach langem Drone-Intro sein Heil in intensivem Industrial sucht.

Fazit: Kein klassischer Pop, aber sehr offener Noise Rock.

8

8.0/10
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