Review: Sloppy Jane – Willow

Die Performance-Künstlerin Haley Dahl hat als Sloppy Jane ihr Debütalbum vorgelegt. Darauf experimentiert sie mit Garage Punk und Cock Rock.

Vor einigen Jahren hat Haley Dahl das Projekt Sloppy Jane ins Leben gerufen. Zusammen mit wechselnden Künstlerinnen bietet sie vor allem eine extravagante und bereits berüchtigte Live-Show. Gespielt wird Garage Punk. Nach zwei EPs gibt es nun einen Longplayer, der in Eigenregie veröffentlicht wird.

Willow“ hat Dahl zusammen mit Sara Cath eingespielt. Ursprünglich war Sloppy Jane in Los Angeles beheimatet, dann zog es Dahl nach New York. Für die Aufnahmen ging es zurück nach LA, wo Joel Jerome (L.A. Witch, Cherry Glazerr, etc.) im Studio half.

Die Platte lässt sich schwer greifen. Kein Song gleicht dem anderen, jedes Mal wird eine andere Richtung eingeschlagen. Thematisch geht es um eine Stripperin und deren wilden Geschichte. Wild ist zumeist auch der Sound.

„King Hazy Lady“ beginnt als beschwingter Country Rock und wird dann zu bedrohlichem Noise, dann geht es wieder zurück zum Ursprung. „Mindy“ ist bedrohlich driftend und wird dann immer hektischer. Ein tolles Stück, das Dahls Händchen für Spannung zeigt.

Garage Punk gibt es eigentlich nur mit „King Mitis“ und auf „Where’s My Wife“, auf dem zudem Cock Rock persifliert wird. Ganz stark auch der Abschluss der Platte. Erst das Spoken Word über Noise Rock-Stück „Peroxide Beach“, dann die Hymne „Potassium (We Saw Everything)“.

Fazit: Variable, packende und großartige Platte.

8.2

Fazit

8.2/10