Review: SLIFT – Ummon

Fokussierter, endloser Space Psych Prog, der von tausend Bands gleichzeitig gespielt wird.

SLIFT ist eine Band aus Frankreich, die seit einiger Zeit Space Psych Prog in Höchstqualität abliefert. Sie musste man schon länger auf dem Schirm haben, auch wenn sie sich auf ihrem 2018er „La Planète Inexplorée“ noch etwas verzettelt hatten.

Die neue Platte hebt sie auf den Thron. „Ummon“ (Stolen Body / Vicious Circle) ist ein Doppelalbum, das sich dennoch fokussieren kann, dabei eine unwahrscheinliche Varianz aufbietet. Man hat das Gefühl, dass hier mehrere Bands aufspielen. Ein gut zusammengestellter Sampler, etwa.

Doch SLIFT erledigen die Arbeit im Alleingang, jagen mühelos durch Raum und Zeit. Eine Wonne, wie sie zwischen hartem Psych Rock und angenehmen Prog wechseln, wie sie Wuchtiges zerfließen lassen und die spiegelglatte Oberfläche im nächsten Moment wieder durchbrechen.

Der eröffnende Titeltrack führt uns heran, allerdings nicht langsam. Die Rakete zündet sofort. „It’s Coming…“ fließt heller. Ironiefrei packt „Thousands Helmets of Gold“ die muskulösen Riffs und den innbrünstigen Gesang aus.

Zehn Minuten lang dauert „Citadel on a Satellite“, enthält dabei keine unnötige Sekunde. Dennoch sind wir zufrieden, wenn es knackig wird, wie auf „Hyperion“ mit seinem saucoolen Fuzz Rock.

Danach beginnt der freundlichere Teil. Die Stimmung wird aufgefrischt, wir gleiten davon. Erst mit dem abschließenden „Lions, Tigers and Bears“ fängt man uns ein, und zwar mit heftigem Metal.

Fazit: Ein Meisterwerk!

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