Review: SLIFT – La Planète Inexplorée

Die Franzosen setzen ihre Weltraumerkundung fort und entdecken dieses Mal einen fremden Planeten.

Vergangenes Jahr nahmen uns SLIFT auf der „Space Is The Key“-EP mit auf einen wilden Trip durchs All. Es war packender Space-Psych-Prog, irgendwo zwischen King Gizzard & The Lizard Wizard. Nun gibt es den ersten Longplayer der Franzosen.

La Planète Inexplorée“ wird dabei in diversen Vinyl-Editionen auf gleich fünf verschiedenen Labels erscheinen. Das wären Howlin‘ Banana Records, Stolen Body Records, Exag‘ Records, Six Tonnes de Chairs Records und Rockerill Records. Dazu gibt es noch eine Kassetten-Edition auf Ya Ya Yeah.

Wer sich dann für die gewünschte Ausgabe entschieden hat, wird auf einen fremden Planeten entführt. Garage-Rock-Meister Lo Spider hat die Platte produziert. Als Gäste stoßen Ornella Mesple Somps, Lucie Lelaurain und Yann Favier zu dem Trio.

Es gibt so viel zu entdecken. Die Musik ist wendig, schlägt so viele Haken, dass es sehr schwer ist, ihr zu folgen. Auch nach mehreren Durchläufen hat man sich nicht satt gehört und entdeckt immer wieder neue Ecken. Dabei bleiben SLIFT bei ihrem mitreißenden Space Psych.

Gleich der Auftakt ist ein wahnsinniges Stück Musik. „Heavy Road“ ist schnell und antreibend, dann ausufernd und driftend. Da ist schon mal alles drin, was man gerne hat. „Something In The Mist“ ist zunächst etwas chaotischer, dann aber angenehmer. Zwischendurch wird es richtig fett.

Insgesamt ist es eine hellere, leichtere Klangfarbe, die die Platte bestimmt. „Doppler Ganger“ ist sehr luftig, ebenso „Ant Skull“ und „Fearless Eye“. Im Vergleich zum Vorgänger wird es proggiger und auch der Mut zu schrägen Arrangements steigt.

„Trapezohedron“ ist heller Heavy Psych. Der Titeltrack gerät beinahe doomig und bleibt instrumental. Mit „Silent Giant“ endet die Platte verträumt.

Fazit: Schon ein Meisterwerk.

9.2

Fazit

9.2/10