Review: Sleepy Sun – Private Tales

Sleepy Sun geben sich auf ihrem fünften Album etwas proggiger und folkiger. Dennoch flechten sie wuchtigen Psych ein.

Etwas länger hat das fünfte Album von Sleepy Sun auf sich warten lassen. Der Feinschliff wird es wohl gewesen sein, der zwischen dem fertigen Einspielen und dem Release knappe zwei Jahre haben vergehen lassen. Jetzt ist „Private Tales“ (Dine Alone Records) da. Das Kernquartett wurde dabei um die Basser Jack Allen und Owen Kelley ergänzt. Als Einflüsse werden die Swans und Thin Lizzy ins Felde geführt.

Sleepy Sun nehmen sich wieder viel Zeit und sehen dies auch als Credo für das Album. „Unplug yourself“: Smartphone beiseite und sich von der Platte treiben lassen. Der Eröffnungssong „Prodigal Vampire“ gibt dies gleich vor. Über breite Flächen lässt der Track den Hörer wegdriften, um ihn dann wieder mit fetten Riffs einzuholen.

Die Platte lebt von der markanten Stimme von Bret Constantino. Musikalisch hat man sich eher in Richtung Psych Folk bewegt, mit einem merkbaren Prog Rock-Einschlag. Die Fleet Foxes treffen auf die Pink Floyd der David-Gilmour-Ära, in etwa. Sehr deutlich ist dies bei „When The Morning Comes“ zu hören.

Sleepy Sun sind dann stark, wenn sie epische Songs erzählen. „Crave“ ist so ein Track, der auf knapp sechs Minuten Psych Rock anbietet und immer wieder die Stop-Taste drückt. Oder „It’s Up To You“, der sehr sphärisch und wunderschön beginnt und gegen Ende wuchtig wird. Straighte Rocker, wie „Seaquest“ oder „Demon Baby“, drohen etwas in die Belanglosigkeit abzurutschen.

„The Plea“ und „Reconcile“ eröffnen gegen Ende das volle Spektrum. Während „The Plea“ eine zarte, bezaubernde Akustiknummer ist, wird auf „Reconcile“ wild gejammt.

 

Fazit: Sleepy Sun legen nicht ihr bestes Album vor, dennoch schlummern tolle Nummern darin. Wenn sich die Band ausprobiert, ist sie großartig. Straighte Nummern liegen ihr nicht.

 

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