Review: Six Organs of Admittance – Hexadic III

Für den dritten Teil seiner Hexadic-Serie hat sich Ben Chasny befreundete Musiker eingeladen.

Ben Chasny, der Kopf von Six Organs of Admittance, spielt nun seit einiger Zeit mit der Idee der Hexadic-Kompositionen herum. Bisher entstanden zwei Alben. Für den dritten Teil wählte er nun eine andere Herangehensweise. Er lud befreundete Künstler ein, sich mit Hexadic zu beschäftigen. Die Ergebnisse sind nun unter „Hexadic III“ (Drag City) erschienen.

Im Ursprung Indie-Rock-Patterns, werden die Strukturen für Hexadic aufgrund von Spielkarten neu festgelegt. So entstehen ganz neue Songs, die vertraut, aber dennoch fremd klingen. Es wohnt den Hexadic-Songs immer etwas Schönes inne, auch wenn Düsternis dahinterliegt.

Chasny hat für seine Hexadic-Serie eigene Karten entworfen, die nun an diverseste Künstler weitergereicht wurden. Die entstanden Tracks reichen von eingängig zu experimentell, sind manchmal rockiger dann wieder elektronischer.

Die Synthie-Psych-Band Moon Duo legt etwa auf „Square of the Sun“ fuzzy Sounds neben eingängigen Keyboards. Das Ergebnis ist weird, dennoch schön. Gitarrengott Jenks Miller setzt auf „The Hanging Man“ seine Gitarre stark nach vorne und beeindruckt mit seinem Spiel. Dazu gibt es zaghaften Reverb-Gesang.


Meg Baird und Charlie Saufley von Heron Oblivion arbeiten auf „Protection Hex“ sehr reduziert. Piano und gehauchter Gesang bestimmen den Track, die Gitarre liefert einzelne Versatzstücke. Tashi Dorji ist auf „Ko“ mit seiner Akustikgitarre beschäftigt und entlockt ihr Wunderbares.

Das schönste Experiment liefert Richard Youngs auf „Abandoned Problems“. Er legt zwei Songs aufeinander. Im Hintergrund gibt es Folk, im Vordergrund beinahe harten Rock. Die Drone-Künstler Stephen O’Malley und Tim Wyskida (Khanate) vereinigen sich auf „Solastalgia“ mit dem Grammy-Produzenten Marc Urselli und liefern entschleunigten Rock auf 13 Minuten.

Zum Schluss gibt sich Hexadic-Alumni Phil Legard mit „Zoa Pastorale“ sehr experimentell und, dem Namen entsprechend, pastoral.

Fazit: Sehr vielseitiges, anspruchsvolles, aber auch wunderschönes Album.

8.3

Fazit

8.3/10