Review: Sir Robin & The Longbowmen – Prozacco

Die Psych-Band aus Dresden kann eigentlich alle Stile spielen. Und tut das auf der neuen Platte dann auch.

Sir Robin & The Longbowmen stammen aus Dresden und legen mit „Prozacco“ ihr zweites Album vor. Zuletzt konnte man der Band auf einem Burger Records-Sampler zur deutschen Szene begegnet. Den kurzen Moment der Aufmerksamkeit kann so geschickt auf das neue Werk gelenkt werden.

Die Deutschen können und wollen viel. Ihr Sound tanzt auf vielen Psych-Hochzeiten. Mystisch Driftendes haben sie im Angebot, dann noch lässig Schleichendes, aufgekratzt Rockendes und entspannt Sonniges.

Die Orgel klingt wundervoll warm, die Synthies weben spacige Sounds ein. Der Titeltrack und „Preacher“ lassen einen sanft in die Platte gleiten. Zwischen treibend und zwingend bewegen sich die eingängigen Songs.

„Again“ ist angenehm knarzend und sehr atmosphärisch. Mit „Johnny Head In The Air“ wird es dann zum ersten Mal kantiger und räudig. Das auf Französisch gesungene „Le Désert“ hat einen wunderbaren Vibe. Mit „Grief“ folgt das Highlight der Platte. Zunächst verliert sich der Track etwas, kommt dann aber richtig fett und wild zurück. Eine epische Stelle!

„Right Back (In Your Face)“ klingt wie Man Man mit etwas weniger Wahnsinn. Zum Abschluss gibt es mit „Sun Is Shining Bright“ melodischen Sixties Psych.

Fazit: Da steckt viel drin, das ist alles sehr schön.

7.9

Fazit

7.9/10