Review: Singapore Sling – Good Sick Fun

Die Isländer füllen die Rock’n’Roll-Lücke zum elften Mal.

Immer wenn Singapore Sling eine Platte veröffentlichen bedeutet das, dass der Rock’n’Roll ihr Leben gerettet hat. So wird Frontman Henrik Björnsson im Pressetext zum neuen Werk „Good Sick Fun“ (Fuzz Club) zitiert. Nun hat der Rock’n’Roll zum elften Mal die Leere gefüllt.

Mag man den düsteren Psych Rock, den die Isländer spielen, wird man auch am neuen Album gefallen finden. Arg viel innoviert wird nicht. Warum auch, der Sound von Singapore Sling ist ohnehin so eigenständig und auch nach Jahren immer noch packend.

„Good Sick Fun“ folgt dem fantastischen 2019er „Killer Classics“ nach. Vor einem Jahr wähnte man Singapore Sling auf dem Höhepunkt. Mühelos setzen sie nun noch eins drauf.

Die schräge Synthie-Nummer „Vindication“ ist so gut, eine wahre Freude. Schon der Opener „Touch The Filth“, mit seinem schmutzigen, kreischenden Saxofon, ist fantastisch. Im Verlauf dominieren reduzierte Arrangements.

Super das Eddie Cochran-Cover von „Summertime Blues“. Unendlich oft gehört, aber noch nie so schräg wie hier. „Sick Fuck“ und „Sickin Street“ ziehen dann wieder an, präsentieren hallenden, treibenden Psych Rock.

Der Schleicher „Like The Breeze“ zieht den Vorhang beiseite, lässt etwas Luft und Sonne hinein. Schnell wieder dichtgemacht und in den hypnotisierenden Rocker „No Fire“ gestürzt. Wird sind ganz euer, Singapore Sling.

Fazit: Unverschämt gut.

8.9

8.9/10
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