Review: Sibille Attar – Paloma’s Hand

Die Schwedin drückt den Reset-Knopf: Für ihre neue EP geht es zum Indie-Label. Ihr Händchen für Hits hat sie sich erhalten.

Fünf Jahre nach dem umjubelten „Sleepyhead“ kehrt Sibille Attar mit einer neuen EP zurück. 2013 hatte sie einen kleinen Durchbruch. Sie gewann den schwedischen Grammy, wurde im Radio gespielt und hatte große Auftritte. Sie war bei einem Majorlabel unter Vertrag und alles schien auf eine solide Karriere hinzudeuten.

Doch dann wurde es ruhig um die Schwedin. Jetzt taucht sie mit neuen Songs wieder auf und ging dazu zum Indie-Label PNKSLM. Eine Pop-Größe unter Punk-/Psych-Bands? Attar verstellt sich für ihre EP „Paloma’s Hand“ nicht. Bedeutet, sie spielt jetzt nicht edgy Noise sondern hat sich das Händchen für eingängige Hits bewahrt. Dennoch erleben wir eine düstere, versponnere Attar.

Der Einstieg ist mit „I Don’t Have To“ noch sonniger, melodischer Psych Pop mit Potenzial für die Top 10. Doch mit „Same Old Heartbreak“ taucht sie in stimmungsvolle und melancholische Gefilde ab. „The Dread“ bleibt dort, bevor sich „Don’t Follow“ reduziert pumpend hereinschiebt.

Dies ist sicherlich der experimentellste Versuch. Zur Mitte hin öffnet sich der Track jedoch für hellere Sounds. „RUN“ ist dann wieder eingängiger Psych Pop mit tollem Groove. Der Abschlusstrack „Paloma“ gibt sich noch einmal verschroben.

Fazit: Vielschichtiges und ambitioniertes Album mit Hits und Experimenten.

7.5

Fazit

7.5/10