Review: ShitKid – Duo Limbo​/​“Mellan himmel å helvete“

Die Schwedinnen haben sich mit Größen des Heavy Rock zusammengetan.

Vergangenes Jahr gab es mit „[DETENTION]“ eine Neuorientierung des Projekts ShitKid. Åsa Söderqvist hatte in Form von Lina Molarin Ericsson eine Mitstreiterin gefunden. Der LoFi-Garage-Pop wurde zu dickem Alt Rock.

Rund um den Release betourte man die USA. Zwei Stopps waren besonders fruchtbar. In Austin traf man auf Paul Leary (Butthole Surfers) und Josh Freese (u.a. The Vandals), in Los Angeles auf die Melvins-Leute Buzz Osborne und Dale Crover.

Aus den Sessions ist die neue Platte „Duo Limbo/‘Mellan himmel å helvete‘“ (PNSKLM) entstanden. Die Schwedinnen treffen also auf alte Herren des harten Rocks. Acht Songs lang, wobei eigentlich nur vier, denn das Gimmick ist die Doppelung.

Jeder Song liegt in Englisch und Schwedisch vor, ist musikalisch ansonsten gleich. Nette Idee, aber ja, die B-Seite, braucht man die noch hören? Sollte man, denn die Tracks sind gut.

Wir starten mit dem Hit „Get jealous“. Behäbiger Sludge trifft auf Grunge-Drift. Die hellen Vocals passen perfekt zu dem sumpfigen Darunter. Wird hier das 1990er Revival eingeläutet? Es scheint so. Das ist auf jeden Fall so 1990er, wie es nur geht.

„Feels like the movies“ schlingert dann mehr, ist eindringlich, weiter heavy. „Eagles Over America“ geht dann direkt auf die Straße, die Truckermütze sitzt. „Anger MGMT“ ist wieder behäbiger, schwelgerischer, bricht im Refrain hart aus.

Fazit: Wir suchen nach unserem 90er-Styleguide.

8.3

8.3/10
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