Review: She/Beast – In The Depths of Misery

Katja Nielsen von Arre! Arre! hat eine düstere Lockdown-EP erstellt.

Der Corona-Lockdown hat natürlich auch Katja Nielsen von den Garage-Poppern Arre! Arre! erwischt. Statt Tourneen und Festivals gab es Isolation. Die Schwedin nutzte die Zeit für ihr Soloprojekt She/Beast.

Zehn Songs hat sie eingespielt. Fünf erscheinen nun als „In The Depths of Misery“ (PNKSLM), die weiteren sollen auf „This Too Shall Pass“ folgen. Im ersten Teil entfernt sich Nielsen jedenfalls recht weit von ihrem Hauptprojekt.

Statt catchy Punk gibt es düsteren, stoischen Post Punk. Alles DIY und repetitiv, in zart voneinander abweichenden Schattierungen. Bei „Devil On My Mind“ mit etwas mehr Gothic, auf „Born to Fight“ mehr 80ies Pop.

Die Platte ist geprägt von großen musikalischen Fähigkeiten und tief liegendem Verständnis. Aber auch von Hoffnungslosigkeit. Die Situation, sie ist keine, die man bejubeln muss. Nielsen stellt die uralte Bemerkung auf, die schon die White Stripes parat hatten: „I just don’t know what to do with myself“. Dargebracht auf „The Sadness Will Last Forever“. Die große Hoffnungsplatte, die „Es wird alles auch wieder gut“-Platte, die gibt es hier nicht.

Fazit: Die dunkle Seite des Virus.

7.5

7.5/10
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