Review: Sei Still – dto.

Debüt der Band aus Mexico City, die ihren Kraut Rock fließend zu spielen weiß.

Sei Still bedienen sich der deutschen Sprache im Bandnamen und der deutschen Rock-Musik im Sound. Die Mexikaner werfen auf ihrem Debütalbum (via Fuzz Club) mit der ersten Nummer „Blumenkriege“ den Motor an und lassen ihn im Verlauf schnurren.

Sei Still spielen Kraut Rock. Als fünfköpfiges Ensemble schöpfen sie Klangvielfalten aus. Im Hintergrund wirbelt es stets, flirrt oder fiepst. Davor erhalten wir repetitiven, fließenden Rock, der sich ungern variiert. Technoid werden einzelne Komponenten lange vorbereitet.

Der Gesang ist selten, wird im Falle des Einsatzes dann mit viel Hall belegt, fügt sich so als weiteres Musikinstrument in die Klangwelt ein.

Die Mexikaner nehmen sich allen Raum, den sie brauchen, schrauben an einem Song lange, manchmal zehn Minuten, wie auf „Tácticas de Guerrilla Urbana“.

Die Stimmung bleibt dabei stets warm und verträumt. Lediglich „Televisión“ und „Ladrón“ fallen etwas düsterer bzw. vertrackter aus. Ansonsten lässt man sich gerne in die treibenden Sounds fallen.

Fazit: Ein steter Flow erfüllt den Raum.

8.2

8.2/10
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