Review: Screaming Females – Singles Too

Die Rocker erweitern eine Raritätensammlung um neue Seltenheiten.

Hach, wie kompliziert: Die Compilation „Singles Too“ von den Screaming Females führt die 2010er Raritiätensammlung „Singles“ fort. Ergänzt wird sie um elf neue Songs, wobei sechs nur digital und auf CD vorliegen. Auf der Bandcamp-Seite fehlt aktuell (Stand: 21.10.) aber das Patty Smith-Cover von „Because The Night“, das die Band aus New Jersey zusammen mit Garbage eingespielt hatte.

Also: Vinylversion – elf Songs, digital/CD – 17 (oder 16?) Songs. Schauen wir uns an, was wir haben.

Die Screaming Females haben bisher sieben Platten veröffentlicht, zuletzt 2018 „All At Once“. Sie spielen kantigen Indie Rock, der zuletzt mehr zum Pop fand.

Mit „Singles Too“ blicken wir auf den Anfang der Band. „Arm Over Arm“ und „Zoo Of Death“ markieren die erste Single, die 2006 in Eigenregie veröffentlicht wurde.

Erstaunlich die Qualität, da scheppert nichts, das klingt alles rund. Nur die Songs steuern zu Beginn noch etwas ziellos dahin. „Arm Over Arm“ steckt voller Herzblut, ist aber noch sehr zerfasert. Auf „Zoo Of Death“ und „No Being Disgusting“ zeigt die Band eine rauere Seite.

Muskulös wird es mit „Ancient Civilization“, das zuerst auf einer Split-Single mit Tenement veröffentlicht wurde. Zwischen Metal-Schredder und Düster-Rock schimmert Pop. „End Of My Bloodline“ von „All At Once“ wird von Moor Mother und Sammus in Richtung Hip Hop gedreht.

Zu den (neuen) Covers. „If It Makes You Happy“ (Sheryl Crow) ist wundervoller Nineties Rock, wir werden nostalgisch.

„A Good Flying Bird“ (Guided By Voices) zeigt sich knapp und knackig. „Shake It Off“ ist antreibend, räudig und mitreißend. Reduziert und gefühlvoll kommt „No More I Love You’s“ (Eurythmics) daher.

Fazit: Alles gut, hat man „Singles“ noch nicht, ist „Singles Too“ eh gekauft. Hat man es schon, lohnen die Erweiterungen dennoch.

7.6

7.6/10
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