Review: Sailor Poon – Sailor Poon’s First Album

Die Punk-Band aus Austin hat ihren Sound noch nicht gefunden.

Lange ließen sich Sailor Poon für ihr erstes richtiges Album Zeit. 2015 erschien eine erste Kassette (mit der wunderbaren Sonics-Variation „The Dick“), im Jahr darauf die beachtenswerte 3-Track-EP „Yeast Pigeon“.

Nun könnte man meinen, wir erleben auf „Sailor Poon’s First Album“ eine Band, die ihren Sound geschärft hat. Die sich gefunden hat, die nun weiß, wohin es gehen soll.

Leider falsch. Das Debüt der Texanerinnen wirkt sehr zerfahren. Vieles bleibt eine Skizze. Mal ist das Proto Punk, dann Post Punk, schlussendlich harte Rock-Musik, mit einem prominenten Saxofon.

Schön ist das düstere „The Post Penetration Appreciation Society“ mit seinen dystopischen Sounds. „Texas Butter Blues“ gleitet hervorragend von Punk in spooky Psych über.

„She Farts Like A Motorcycle“ (ja, ernsthaft) beschwört Doomiges, während auf „Welcome to Virginia“ experimenteller Noise arbeitet. „Tired“ groovet, „Neglect Attraction“ ist schief und „Pointy Boots“ breitbeinig. Sehr viel Durcheinander also, das leider keinen roten Faden hat.

Fazit: Manch ein Entwurf funktioniert, ein anderer scheitert.

6.8

6.8/10
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