Review: Saccades – dto.

Mit The KVB entführt Nicholas Wood den Hörer in düstere Industriegebiete. Als Saccades reicht er eine warme Wolldecke.

Nicholas Wood hat sich für sein Soloalbum in die Nostalgie geflüchtet. Der mittlerweile in Berlin wohnende Teil des Psych-Synth-Projekts The KVB erinnerte sich an seine frühere Heimat Southampton zurück. Das Meer, die grünen Wiesen – das waren die Inspirationen für seine Platte, die er nun als Saccades veröffentlicht hat. Erschienen ist das selbstbetitelte Werk via Fuzz Club Records.

Die Synthies treten dabei in den Hintergrund, ohne jedoch ganz zu verschwinden. Eine warme Gitarre dominiert den Sound, dazu haucht Wood mystisch. Das Album ist komplett in Eigenproduktion entstanden und hat einen leichten Homerecording-Charme. Das alles lässt sich mit sehr persönlichem Psych-Pop überschreiben.

Gleich die Eröffnungsnummer „Distant Sea“ klingt erstaunlich warm und poppig. „Bleeding Colours“ kommt etwas shoegaziger her und versprüht 80ies-Chic. Sehr verträumte Songs, wie „Elusive Dream“ und „In And Out“, wechseln sich mit psychigeren Tracks („Know My Name“ und „Running Wild“) ab.

Mit dem wunderschönen „Crying Land“ hält gar etwas Western-Feeling seinen Platz. „Cigales“ begibt sich dann zurück in die 1960er.

Fazit: Ein warmes, mysteriöser und wunderschönes Album. Perfekt für Tage am Land und hinter verregneten Fensterscheiben.

 

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