Review: S:Bahn – Queen of Diamonds

Reboot nach einem knappen Vierteljahrhundert: Die Australier kehren mit ehrlichem Gitarrenrock zurück.

Nach zwei Platten lösten sich S:Bahn Ende der 1990er auf. Die Mitglieder gingen ihrer Wege, schlossen sich unterschiedlichen musikalischen Strömungen an. Dann kam letztes Jahr der Wunsch nach einem Reboot auf.

Dik Detonic, Kristian Brenchley und Denis Leadbeater gingen zusammen mit dem neuen Bassisten René Schaeffer ins Studio und es fruchtete. Neun Tracks entstanden, gesammelt erscheinen sie nun als „Queen of Diamonds“ (Polaks).

Zwischen „North Sea Clean“ und dem neuen Album liegen 24 Jahre, der Sound der Australier ist aber direkt wieder erkennbar. Vielleicht nicht mehr so roh und punkig, wie zu manch früheren Gelegenheiten, aber es ist immer noch post-punkiger Gitarrenrock.

Stolzer, ehrlicher Rock, wenn man möchte, sehr dicht und zwingend. Der Rhythmus ist stoisch, die Gitarrenwand dick. „100’s and 1000’s“ fällt zurückhaltender aus, dafür stampft „Breathe in Deep“ dahin.

Die Songs erzeugen eine gewisse Dringlichkeit, auch wenn Ruhepole, wie etwa auf dem sehr guten „BlankScreens“ da sind. Man ist immer aufgefordert, genau hinzuhören.

Fazit: Reboot gelungen.

7.6

7.6/10
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