Review: Routine Death – 2 Weeks To 4 Months

Das Ehepaar Zozaya schickt ihren LoFi-Synthie-Noise-Pop in Runde 2.

Über 8.000 Kilometer ist die Entfernung zwischen Göteborg und Austin, Texas. Das Ehepaar Zozaya muss diese überbrücken. Dennoch tut diese Distanz der Produktivität ihres Musikprojekts Routine Death keinen Abbruch.

Ein Jahr nach dem Debütalbum „Parallel Universes“ liegt nun der Nachfolger „2 Weeks to 4 Months“ (Fuzz Club) vor. Die Platte ist dabei als Teil 2 der begonnen Reise zu verstehen.

Sie wird elektronischer fortgesetzt und auch sehr viel experimenteller. Mehrere Tracks bestehen aus beliebigen Loops, versuchen gar nicht erst, Songstrukturen einzuführen. Etwa „BA792 und „A Tale Of Two Revolutions“, die knapp, aber schwer zu fassen sind.

Schon das eröffnenden „Penny“ ist zunächst zaghaft und rumpelig, dann flirren Synthies herein, die sich über Sprachfetzen legen. Ungestüm, dann lieber das meditative „Mars“.

Besser sind die „richtigen“ Songs, wie der ausladende LoFi-Noise-Pop auf „Hot In November“. Sowieso LoFi, schon das Debüt klang oft dumpf und nach Home-Recordings. Das Album hier auch. Macht es charmanter, wenn Synthie-Pop mal etwas mehr kratzt.

„Spies“ fährt antreibenden Shoegaze auf. „Tubeway Revolution“ ist sehr dicht und packend zu. Ein markanter Bass treibt „Stay“ an.

Fazit: Im Gegensatz zum Debüt weniger fokussiert und wirrer.

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