Review: Rose City Band – Earth Trip

Ripley Johnson geniest die Natur.

Eigentlich war die Rose City Band nur ein Scherz. Der Psych-Rocker Ripley Johnson (Wooden Shjips, Moon Duo) wollte sie als sein Alterswerk betreiben, einfach ein Mal die Woche in irgendeiner Bar spielen.

Doch spätestens mit dem fantastischen 2020er „Summerlong“ wurde aus dem Spaß mehr. Johnson legte seinen Trademark-Psych, der schön fließt und hallt, neben Country Rock. „Earth Trip“ (Thrill Jockey) ist nun bedeutend zurückhaltender.

Wie alle Menschen verbrachte Johnson das vergangene Jahr Zuhause. Nahe Portland genoss er die Natur, schlief unter dem Sternenhimmel, kümmerte sich um seinen Garten. Diese Naturverbundenheit goss er in acht, nachdenkliche und schwelgerische Songs.

Der sanfte Country steht im Vordergrund, gerne ist er leicht melancholisch angehaucht. Da ist kein repetitiver Psych Rock mehr sondern nur der Einsame am Lagerfeuer, der seine mit Boden verkrusteten Hände betrachtet und in die Ferne blickt.

Acht sehr schöne, sich sehr ähnliche Songs. Lediglich „Dawn Patrol“ sucht sein Heil im Drift, der Rest kommt schnell zum Punkt und bietet wenig Ausuferndes.

Fazit: Meditativ.

Rose City Band - Earth Trip

7.9

7.9/10
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