Review: Ron Gallo – Really Nice Guys

Auf seiner neuen EP vereint der Garage Rocker einige Experimente. Die meisten davon funktionieren.

Im Vorfeld zum Release seiner neuen EP scherzte Ron Gallo, dass er nun mit der Musik aufhören wolle und sich fortan auf seine Skateboard-Karriere fokussieren werde. Daraufhin veröffentlichte er ein Video, das ihn eher unbeholfen auf dem Brett zeigte.

Die EP ist jetzt erschienen und heißt „Really Nice Guys“ (New West Records). Auf der Platte gehen die Scherze weiter. Ein Track besteht nur aus Aufnahmen aus einem Supermarkt in Nashville. Auf dem letzten Song „Pull Quote“ lässt er den Freund seiner Mutter die EP kommentieren. Dazu gibt es einen fetten Psych-Jam.

Alles ist sehr meta und setzt sich mit der Musikindustrie auseinander. Wie eben auch der Titeltrack, der mit dem Skateboarding-Video. Oder „Rough Mix“, der innerhalb des Songs von der LoFi-Home-Recording-Qualität zur dicken Studioproduktion samt Streichern und Autotune wandert.

„YouTubular“ soll laut Gallo Riffs aus 14 verschiedenen Songs beinhalten. Mit „Emotional Impact for Sale“ versucht er sich dann noch am Sixties Psych der Beatles.

 Fazit: Zwei richtige Songs sind dabei, der Rest ist eher experimentell. Alles in allem geht das Meiste aber auf.