Review: Ron Gallo – PEACEMEAL

Der ehemalige Garage-Rocker macht nun in farbenfrohen Weird Pop.

Ron Gallo startete seine Karriere mit straightem Garage Rock, fand dann auf dem 2018er „Stardust Birthday Party“ seinen Stil. Immer noch rockend, öffnete er aber die Tür für experimentelle Songfragmente und Slacker Pop.

Nach diesem Werk zog sich Gallo zurück. Im Sommer 2019, als die Pandemie noch weit weg war, wählte er die Selbstisolation, um seinen Ansatz zu hinterfragen und daraus neue Songs zu erarbeiten.

Das Ergebnis liegt nun als „PEACEMEAL“ (New West) vor. Es wirft fast alles über Bord, was wir bisher von Gallo kannten. Der Garage Rock ist in der Isolation verblieben, Weird Pop und R’n’B sind nun präsent.

Die Songs sind im Alleingang entstanden, für die Umsetzung holte sich Gallo hier und dort Unterstützung. Besonders sticht Chiara D’Anzieri heraus, die auch immer wieder wundervollen Gesang beisteuert.

Nach den beiden Pop-Nummern „HIDE (MYSELF BEHIND YOU)“ und „WUNDAY (CRAZY AFTER DARK)“ geht es über in R’n’B, wenn er auf „PLEASE DON’T DIE“ doch eher seltsam angelegt ist.

Viel ist schräg, nichts irgendwie ernst. So auch die Hip Hop-Nummer „EASTER ISLAND“. Auf „CANCELLED!!!“ kommt dann ein fiepsender Elektro-Beat zum Einsatz, der jazzig aufgenommen wird. 

Das Highlight ist das schillernde „YOU ARE ENOUGH“. Mit „ALL THE PUNKS ARE DOMESTICATED“ nimmt er einen Track seines Debüts „Heavy Meta“ auf. In der neuen Version bleibt das Schwelgerische, Jazz kommt hinzu. Insgesamt voller und sprühender, wie eigentlich das gesamte Album.

Fazit: Manchmal gar zu abgefahren, schöne Perlen sind aber dabei.

Ron Gallo - PEACEMEAL

7.5

7.5/10
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