Review: Ron Gallo – Heavy Meta

Ron Gallo veröffentlicht sein neues Album, will feinen Heavy Rock anbieten, stolpert dabei beinahe über dessen Cheesyness.

Ron Gallo kommt aus Nashville und das hört man auf seinem neuen Album „Heavy Meta“ (New West Records) schon sehr deutlich heraus. Da ist ein bisschen Country Rock mit drin, etwas Garage und Blues Rock auch. Es fühlt sich etwas wie eine Mischung aus Jeff the Brotherhood, The Black Keys und dem, was auf Third Man Records so erscheint, an. Können alle genannten mit der gewissen Cheesyness umgehen, entgleitet sie bei Ron Gallo etwas.

Da wäre etwa der Refrain bei „Put the Kids to Bed“, der Country-Rock-Einschläge wegstecken muss. Oder der Stadion Rock, der „Don’t Mind the Lion“ beherrscht. „Heavy Meta“ wirkt die eine Spur zu dick aufgetragen, um vollends zu überzeugen.

Daneben sind wirklich tolle Songs, wie „Young Lady, You’re Scaring Me“ und „Kill the Medicine Man“. An den guten Stellen fühlt man sich von der fuzzy Gitarre in Ekstase versetzt und möchte auf dem Dancefloor die Haare schütteln. Auf die volle Laufzeit ist das kein gutes Album, man kann sich aber die Rosinen herauspicken und einzelne Songs auf seine „Heavy Sixties Rock mit einer Spur Soul“-Playlist setzen.