Review: RMFTM – Subversive III: De Spelende Mens

Die Experimental-Psych-Band RMFTM bringt ihre Trilogie zu Ende. Eine Wohlfühlplatte ist es nicht geworden.

„Subversive“ wurde 2015 von RMFTM (vormals Radar Men From The Moon) begonnen, um neue Ideen auszuprobieren. Bestehende Gesetze innerhalb der Band sollten hinterfragt, Grenzen eingerissen werden. „Subversive I“ widmete sich dem Minimalismus und der Wiederholung. Den wachen Zustand bearbeitete man auf „Subversive II: Splendor of the wicked“. Für das nun erschienene „Subversive III: De Spelende Mens“ (Fuzz Club Records) wurde der radikalste Ansatz gewählt.

So stattete sich die Band mit komplett neuem Equipment aus und erarbeitete sich in zahllosen Sessions andersartige Sounds. Das Ergebnis hat sich weit von ihrem flächigen Psych Rock von „Subversive I“ entfernt. Stattdessen hat man es mit pumpenden Industrial und flächigem Drone zu tun. Vergleichbar ist diese Arbeit mit dem Temple ov BBV-Projekt, das sie zusammen mit Gnod abgeliefert haben, auf dem es schon sehr unbequem und mächtig zugeht.

Der Eröffnungstrack „A Secret Howl In The Ambient Night“ beginnt mit einem Alarmgeräusch, das einem durch Mark und Bein geht. Sehr unangenehm und hier wird schon klar, dass man keine Wohlfühlplatte eingelegt hat. „Drunk With God“ bietet eine Drone-Fläche an, die immer dicher wird, dann abebbt und einen lockeren Synthie einführt. Die sanfte Öffnung in Richtung Ambient wird schnell wieder gestoppt.

Das klackernde „Beeldenwereld“ wird mit einem Techno-Beat und Industrial-Elementen versehen. „Abstractions and Society“ ist sehr experimentell und schabend. „De Spelende Mens“ ist mit seinen drei Minuten der mit Abstand kürzester Track und eher eine Soundskizze.

„Transgression Cave“ ist ein wuchtiger, wälzender Industrial-Track und sehr bedrohlich. Mit „Spectacle Prey“ kehrt die Band ein einziges Mal zum Psych Rock zurück, bevor es in das fast 20 Minuten lange Drone-Stück „Black Canvas, Dark Majesty“ geht. Dann ist Schluss und man ist fast froh darüber.

Fazit: Wahnsinnig unangenehme, aber sehr aufregende Platte.

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