Review: RF Shannon – Trickster Blues

Herausgerissen aus den Träumen: Die Desert-Blues-Band liefert einen Schnellschuss ab, der fantastisch geraten ist.

Der bisherige Aufnahmeprozess von RF Shannon war stets ein langer. Endlose Meditationen, Ideen wurden gewälzt und verworfen. Für die neue Platte, „Trickster Blues“ (Cosmic Dreamer / Fuzz Club Records), wählten die Texaner einen völlig neuen Ansatz.

Binnen vier Tagen war das Album zum Großteil fertig. Das Songwriting fiel direkt aus und wurde nicht durch endlose Feedback-Schleifen verkompliziert. Der Sound ist schlank, die Produktion satt.

RF Shannon spielen wunderbar leichten Desert Blues, frei von jeglichem Pathos. Ehrliche Songs, ernsthaft vorgetragen. Das frühere Material war oftmals zu vertrackt, hier fühlt sich alles so herrlich einfach an.

„Gates of Paradise“ wirkt etwas komplexer und gedehnter. Damit fällt der Song etwas aus dem Rahmen, aber nicht negtiv auf. „Black Madonna, So Divine“ ist wunderbar einfühlsam, der Titeltrack dafür beschwingt.

„Silver Woman“ setzt zum Abschluss auf maximale Reduktion. So kann ein schnell aus dem Ärmel geschütteltes Album klingen. Komplex ohne zu komplex zu sein.

Fazit: Wundervoller Desert Blues.

8.2

Fazit

8.2/10