Review: Rev Rev Rev – Kykeon

Mit dem Raumschiff in die Unterwelt: Die Italiener verknüpfen Shoegaze mit düsterem Noise Psych.

Bisher lieferten Rev Rev Rev zwei Alben mit dichtem, noisey Psych Rock ab, der aber auch immer ein Herz für Shoegaze hatte. Mit „Kykeon“ (Fuzz Club) bleiben sie diesem Rezept treu, verfeinern es aber zu einem Sternemenü.

Im Pressetext beschreibt die Band die Platte als Abstieg in die Unterwelt und gleichzeitig als Flug durch den kalten Weltraum. Passt als Bild nicht zusammen, musikalisch ist es aber genau das.

Die Italiener schieben uns mit einer Gitarrenwand gen Abgrund, wir fallen tief, fliegen aber durch einen hellen Sternenhimmel. Meisterlich legen sie unter dichten Psych Rock auflockernden Shoegaze.

Ein sehr gutes Beispiel bietet dafür etwa das abschließende „Cyclopes“. Die Harmonie ist tief vergraben, wir hören sie aber noch in der Ferne.

Auf „Waiting for Gödel“ begegnen uns stampfende Drums, dazu schaben die Gitarren. Wir werden Stück für Stück nach unten gezogen. „Clutching the blade“ ist etwas schneller, dafür aufwühlend und peitschend. Lichte Momente tauchen auf, dann kommt der behäbige Fade-Out. Fantastisch gearbeitet!

„3 not 3“ ist großartiger Neo Psych, antreibend und cool. Dafür kippt das mächtige „Gate of the dark female“ ins Okkulte. „Egocandy“ bietet dann etwas Erholung. Auf „Adrift in the chaosmos“ regiert wiederum das Chaos.

Fazit: Ein bedrückendes Vergnügen.

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