Review: Red Sun Atacama – Licancabur

Französischer Stoner, der nach Palm Desert klingt: Red Sun Atacama zitieren auf ihrem Debütalbum die großen Helden.

Palm Desert, der Geburtsort des tiefer gestimmten und wuchtigen Stoner Rock. Vor beinahe 30 Jahren entwickelten Kyuss diesen Sound und viele versuchten sich daran, beinahe alle scheiterten. Nächster Kandidat: Red Sun Atacama aus Frankreich.

Auf ihrem Debütalbum „Licancabur“ (More Fuzz Records) brummt alles genauso, wie bei den Stoner-Urvätern. Die Songs sind staubig, verlieren sich in der Wüste. Ewige Jams werden angestimmt, die Joints im Mundwinkel.

Doch: Es ist keine müde Kopie, was Red Sun Atacama da anbieten. Sie heben den Stoner nicht in die aktuelle Zeit, denn er gehört nicht erneuert. Sie spielen ihn nur, wie er gespielt werden muss.

Nach dem Intro setzt „The Gold“ abrupt und rasant ein. Voller Inbrunst wird gesungen, dazu schnell geknüppelt. Dann ab der Mitte abrupte Pause, neu nachjustieren und es fließen lassen. Es geht angenehm dahin, man kann sich treiben lassen.

„Red Queen“ ist sehr nahe an Kyuss und hat wieder einen Jam-Part anzubieten, der sich sehr organisch ergibt. „Cupid’s Arrows“ ist knackig geraten und geht einfach nur nach vorne. „Drawers“ präsentiert sich sehr mächtig und zerfasert schnell.

Eine reine Impro-Nummer ist das Schlussstück. „Empire“ erstreckt sich über zwölf Minuten und man möchte hoffen, dass dieser Track nie wieder aufhört.

Fazit: Wahnsinnig gut!

8.2

Fazit

8.2/10
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