Review: Rebel Drones – Abusing The System

Eine kleine Psych-Allstar-Gruppe hat vor zehn Jahren ein Album aufgenommen, das nun endlich in annehmbarer Qualität vorliegt.

Die Rebel Drones existierten nur kurz und nahmen ein Album auf. Einen richtigen Release gab es aber nie, dennoch schwirrten die Tracks im Internet herum. Cardinal Fuzz und Little Cloud Records haben die Songs nun eingefangen und veröffentlichen sie unter dem Titel „Abusing The System“.

Bandleader war Matt Hollywood, ehemals beim Brian Jonestown Massacre. Er scharte Colin Hegna, ebenfalls bei BJM, sowie Peter Holmström (The Dandy Warhols), Jason Anchondo (The Warlocks) und William Slater (Grails) um sich. Also schon eine kleine Psych-Allstar-Band.

Trotz teilweise arger Songtitel haben wir es hier eher mit sphärischem und flächigen Psych Rock zu tun. Das Tempo ist  langsam, die Laufzeit der einzelnen Tracks episch.

„Conquered My Reason“ eröffnet das Album mit atmosphärischen Sounds. Danach erhalten wir den sanft driftenden Titeltrack, der eleganten Desert Psych enthält. „Don’t Like These Drugs“ ist zurückhaltend, entwickelt sich ab der Hälfte zu einem heftigen Rocker, kippt aber schnell in eine Soundfläche um.

„Can’t Close My Eyes“ ist rasanter und dichter Psych Rock. Auf „When You’re Down, You’re Down“ wird ein Soundexperiment gestartet. „Motherfucker“ ist nicht so aggressiv, wie der Titel ankündigt. Nach anfänglichem Wabern geht er in eingängigen Psych über. „Come A Day“ beendet die Platte ruhig und reduziert, dann wieder dichter rockend.

Fazit: Grundsolider Psych, mehr nicht.

7.1

Fazit

7.1/10