Review: Randy Holden – Population II (Digital Reissue)

Dort, wo Doom einst begann.

Randy Holden war gut ein Jahr lang Gitarrist bei Blue Cheer, also der Band, die Metal auf den Weg brachte. Doch dann wollte er Veränderung, gründete mit Chris Lockheed ein Duo.

„Population II“ entstand 1970 und gilt heute als Wegbereiter einer Metal-Spielart: Doom. Träge und brummend schieben Holden und Lockheed ihre Songs durch die Boxen. Eine großartige Platte, die im Original unerschwinglich ist. Es gab zahlreiche, eher mäßige Bootlegs und Reissues. RidingEasy hat sich nun mit Holden zusammengetan, um eine vernünftige Wiederveröffentlichung unter die Hörer zu bringen.

Diese liegt nun vor. Erstmals sind die Songs digital erhältlich, eine Vinyl wird im April nachgeschoben. Man wollte so nahe wie möglich beim Original sein. Das scheint geklappt zu haben. Die Platte hört sich sehr retro an, knistert an einigen Stellen stilecht.

Zum Inhalt: Holden und Lockheed spielen eine frühe Version von Doom. An einigen Stellen hören wir noch den Sixties Heavy Rock, wie ihn etwa Blue Cheer anlegten. Er wird dann aber verlangsamt, reduziert und ins Unendliche gezogen.

Auf „Guitar Song“ entfleucht die Gitarre gerne, wird aber schnell eingefangen und versinkt im Brei. „Fruit & Iceburgs“ driftet schön weg, während „Between Time“ noch zu viel Hektik für das Genre hat.

„Blue My Mind“ ist die Blaupause, ein groovendes, elendig sumpfiges Monster. „Keeper Of My Flame“ jammt dahin, ist nach zehn Minuten auch leider schon wieder vorbei.

Nach „Population II“ verschwand Holden, tauchte erst Mitte der 1990er wieder auf. Seitdem veröffentlicht er solide Arbeiten an der Gitarre. „Population II“ wird sein Meilenstein bleiben.

Fazit: Jetzt zugreifen.

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