Review: Radio Moscow – New Beginnings

14 Jahre nach Gründung startet die Heavy-Psych-Band einen Neuanfang. Die neue Platte bietet aber lediglich die besten Gitarren-Tricks.

Parker Griggs kann gut Gitarre spielen. Das stellt er in beinahe jeder Sekunde des neuen Albums seiner Band Radio Moscow unter Beweis. Sänger ist er auch noch und damit ist die Dominanz schon deutlich, vor allem wenn man die Rhythmussektion so dermaßen in den Hintergrund drängt.

Vermutlich haben sich frühere Mitstreiter daran gestört, weshalb Griggs das einzige verbliebene Gründungsmitglied ist. An „New Beginnings“ (Century Media) haben sich Anthony Meier (Bass) und Paul Marrone (Bass) beteiligt, aber ihren Beitrag mag man nur erraten.

Die Platte heißt nicht aus Versehen so, sie soll tatsächlich ein Neuanfang darstellen. Dazu wurde auch erstmals das Label gewechselt. Vom Retro-Spezialisiten Alive ging man zu Century Media, einer Heimstätte des breitbeinigen Metals. Der bekannte Heavy Psych von Radio Moscow ist aber geblieben.

„New Beginning“ und „Deceiver“ bieten gleich zum Einstieg sehr soliden 70ies Rock mit Anleihen an Cream und Blue Cheer. Sehr wuchtig, teils sogar etwas wütend, geht es in die Platte hinein. Dann steht mit „Woodrose Morning“ ein Stück an, bei dem Griggs zeigen kann, was er mit der Gitarre anstellen kann.

Dass er die Platte als Vehikel für sein Fähigkeiten nimmt, dieser Eindruck lässt einen dann nicht mehr los. „Driftin'“ zitiert Blues, „No One Knows Where They’ve Been“ Jimi Hendrix. Zu oft verlässt sich die Band aber darauf, dass sich die Gitarre toll anhört und vergisst dabei darauf, einen Song zu schreiben.

„Pacing“ ist noch etwas besser geworden, „Pick Up the Pieces“ bietet etwas Ruhe. Ansonsten enttäuscht der Rest etwas.

Fazit: Die Platte ist ein Showcase für Parker Griggs. Das Gitarrenspiel beherrscht her, das Songwriting nicht.

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