Review: Quintron and Miss Pussycat – Goblin Alert

Die Sumpf-Disco hat nach neun langen Jahren endlich wieder geöffnet.

Quintron and Miss Pussycat haben ihren Laden für ihre erste LP seit dem 2011er „Sucre Du Sauvage“ gehörig aufgeräumt. Für „Goblin Alert“ (Goner) flog die Drum-Machine, die sie über die Jahre verlässlich begleitet hatte, raus. Stattdessen holte man sich mit Sam Yoger (u.a. Babes) einen menschlichen Schlagzeuger.

Dadurch hält plötzlich eine gewisse Wärme Einzug. Nicht, dass das Duo aus New Orleans zur Romantik tendieren würde, aber die Platte fühlt sich doch etwas zugänglicher an.

Zum Thema Romantik: Eine Ballade gibt es dann doch. „Where’s Karen“ ist gerade noch schaurig genug, um nicht zu anbiedernd zu sein.

Großteils bleiben Quintron and Miss Pussycat bei ihrem sumpfigen Disco-Punk. Der Bayou wird hell erleuchtet, schillernde Gestalten zucken zu dem coolen Beat auf „Teenagers Don’t Know Shit“, fallen dann auf dem Titeltrack übereinander her.

Es ist ein tolles Album, das antreibt, ungemein lässig ist und viele bemerkenswerte Momente bereithält. Wie etwa die fantastische Orgel auf „You Made It Weird“ oder den Sixties Psych-Schlenker auf „Buc-ee’s Got A Problem“. „Block The Comet“ ist eine großartige Disco-Nummer und „Stroller Pollution“ super Punk.

Fazit: Die Comeback-LP des Jahres?

8.9

8.9/10
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