Review: Public Eye – Music For Leisure

Die Band aus Portland hat den Punk nun hinter sich gelassen.


Vor ein paar Jahren entstand aus der Punk-Band Autistic Youth die Punk-Band Public Eye. Das Personal war dasselbe, die Besetzung der Instrumente eine andere. So klang das 2017er Debüt „Relaxing Favorites“ noch sehr nach Autistic Youth, bedeutet: klassischer Punk, der etwas rumpelt und gerne nach vorne geht.

Mit der neuen Platte „Music For Leisure“ (Drunken Sailor / Pop Wig) begrüßt die Band aus Portland nun Samia Bradley am Bass. Dadurch gewinnt die Rhythmussektion deutlich, auch an Bedeutung. Der Groove rückt nun in den Vordergrund.

Wire wird als Einfluss genannt. Tatsächlich wendet sich Public Eye mehr dem Garage Rock zu, stellt ihm Post Punk zur Seite. Die Tracks erreichen mehr Tiefe, geraten aber auch monotoner.

So ist „The Door Is Always Closed“ hypnotisierend und vereinnahmend und weiht entfernt von 1-2-3-Punk. Es fließt eher gemächlich dahin. „Descending“ ist ohne viel Aufregung angelegt, „Lost Dog“ galoppiert ebenso locker.

„Awful Questions“ ist toller Garage Rock zwischen Monotonie, Desillusionierung und poppigen Melodien. Punkig schnell wird es nicht mehr. Wenn aufrührerisch, dann fühlen sich Public Eye eher dem Jazz zugetan, wie auf „The Duet“.

Fazit: Stark beeinflusst, aber schon auch sehr eigenständig.

8.1

8.1/10
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