Review: Psychic Temple – Houses of the Holy

Die unlösbare Aufgabe eines perfekten Doppelalbums bringt auch Chris Schlarb zum Scheitern.

Chris Schlarb, Produzent und Betreiber von Psychic Temple, hatte 2016 sein BIG EGO-Studio eröffnet. Kurze Zeit später machte er sich an eine große Herausforderung: ein Doppelalbum, das ganz in der Tradition der großen Werke dieses Formats stehen sollte.

Seine Herangehensweise: Jede Seite bekommt eine andere Richtung. Dazu lud er vier Bands/Künstler ein, die aus unterschiedlichen Genres, ja Epochen, kommen. Bescheiden titelte Schlarb das fertige Produkt: „Houses of the Holy“ (Joyful Noise).

Der Kalifornier schwankt zwischen Sixties Psych und Rap, als Grundton legt er seinen Folk Rock an. Das Ergebnis ist, naturgemäß, nicht homogen und sehr durchwachsen.

Die Seite mit Cherry Glazerr ist durchgehend brauchbar. „Let Me Comb Your Hair“ und „If There’s Kindness in the World“ sind gut gelungen, halten Fuzz und große Gefühle bereit. Insgesamt findet man sich zwischen Country und Garage Rock ein.

Das Chicago Underground Trio hat man schon spannender gehört. Jazzige Fingerübungen dominieren, toll ist aber das gefühlvolle „Lightning“.

Mit The Dream Syndicate beackert man den Paisley Underground und liefert gefälligen Power Pop. Verzichtbar der allzu dahintreibende Rock, hörbar jedoch das brüchige „Then Again“ und das Jam-Vehikel „On The Slide“.

Final treffen wir auf Xololanxinxo und Rap/R’n’B. Ein Orchester trägt dick auf, zu dick. Die Songs sind zu ausufernd, die wuchtigen Arrangements passen nicht zum Rest.

Fazit: Einige gute Stellen, aber ein zerfahrenes Gesamtwerk.

6.5

6.5/10
It's only fair to share...Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter
Pin on Pinterest
Pinterest
Email this to someone
email
Share on Tumblr
Tumblr