Review: Protomartyr – Ultimate Success Today

Die Post Punk-Band aus Detroit öffnet sich auf dem fünften Album dem Jazz.

Der Post/Proto Punk von Protomartyr wächst permanent weiter. Undurchdringbare Gegenden haben wir durchstreift, jetzt wird es mit dem fünften Album etwas luftiger.

Ultimate Success Today“ (Domino) nimmt sich mehr Raum, füllt diesen mit Jazz. Dazu hat man Spezialisten auf diesem Gebiet an Bord geholt. Izaak Mills bringt u.a. Saxofon, Klarinette und Flöte ein, Fredrick Lonberg-Holm sein Cello, Jemeel Moondoc sein Altsaxophon.

Nehmen wir „Michigan Hammmers“, das uns zur Mitte mit hartem Rock hat, sich dann öffnet. Saxofonklänge umschmeicheln, lassen die Tour de Force kurz vergessen.

„Ultimate Success Today“ ist ein hartes, kritisches Album, das zur richtigen Zeit erscheint. Joe Casey rüttelt uns wach, weiß von Unruhen zu berichten, von Missständen allerorts.

Die Band aus Detroit schwingt sich meisterlich auf, hält uns umklammert, bis wir es verstanden haben. „Processed By The Boys“ stampft düster, ist ein Highlight.

Dafür pendelt „Tranquilizer“ frei herum, wird dann vom Noise eingefangen. Sehr schön das eindringliche „June 21“, bei der Casey ins Duett mit Nandi Rose Plunkett von Half Waif geht.

Wunderbar zugänglich fällt „The Aphorist“ aus. Zur Hymne gerät das abschließende „Worm In Heaven“. Es heißt dort: „I am the worm in heaven
/ Remember me, how I lived / I was frightened / Always frightened“. Sollte man auch.

Fazit: Ein großes Werk.

9.1

9.1/10
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