Review: Primus – The Desaturating Seven

Neues Primus-Album im klassischen Line-Up? Hört sich vielversprechend an. Das Ergebnis ist aber eher naja.
In 33 Jahren Primus war auch immer die visuelle Komponente wichtig. Das begann bei den stets extravaganten Album-Covers und setzte sich in den merkwürdigen Musikvideos fort. Man denke an den One-Shot-Wahnsinn für „Mr Krinkle“. Auch live war stets die Optik Teil der Show. Deshalb muss man die neue Platte „The Desaturating Seven“ (ATO Records) auch ausschließlich mitsamt der begleitenden Videos bewerten.

Das Album ist das erste Werk in der klassischen Besetzung Les Claypool, Larry LaLonde und Tim Alexander seit dem 1995er „Tales From The Punchbowl“. Höchstwahrscheinlich war dies auch die letzte gute Platte der Band. Eine gewisse Vorfreude stellte sich also bei der Vorankündigung ein. Diese ist leicht enttäuscht worden.

Denn „richtige“ Songs gibt es mit „The Seven“ und „The Scheme“ nur zwei. Die sind dann richtig gut und erinnern tatsächlich an die frühen Primus. Der Rest ist atmosphärischer Jam-Rock zwischen Prog und Art-Rock. Das ist dann auch passend zu der Grundidee des Albums, einen Soundtrack zu dem Buch „The Rainbow Goblins“ zu erschaffen.

Claypool liest in der dazugehörigen Video-Reihe in Schweinsmaske die Story vor. Dazu gibt es animierte Bilder. Nimmt man die Videos und die Musik, dann erhält man tatsächlich tolles Gesamtwerk.

Fazit: Musikalisch eher wenig spektakuläre Platte. Mitsamt der Videos aber annehmbar.