Review: Priests – The Seduction of Kansas

Die Post-Punk-Band probiert sich auf ihrem zweiten Album aus und öffnet neue Richtungen.

Nach dem international gefeierten 2017er Debüt „Nothing Feels Natural“ verließ Bassist Taylor Mulitz die Priests. Die Band aus Washington, D.C., war auf ein Trio reduziert. Sie erachteten es als gute Möglichkeit, Neues auszuprobieren.

Für die zweite Platte „The Seduction of Kansas“ (Sister Polyon Records) sprang Janel Leppin ein, auf einem Track ist zudem Tour-Bassistin Alexandra Tyson zu hören. Weiterhin sind viele Songs von treibenden Bassläufen geprägt, die Gitarren tingeln verloren umher.

Neu ist der Mut zum Pop. Der Titeltrack ist etwa sehr offen und melodisch, weist kaum Hürden auf und flutscht gut herunter. „68 Screen“ gibt sich schwelgerisch, ist dann wieder zwingend und klimpernd. Hier zeigt sich der Versuch, sich verschiedene musikalische Felder zu eröffnen.

Neben den mitreißenden Krachern („Jesus‘ Son“, „Control Freak“) sind es die atmosphärischen Töne, die überzeugen. „I’m Clean“ ist etwa verletzlich und zart. Oder das variantenreiche „Youtube Sartre“, das nervigen Post Punk mit süßem Pop verbindet.

Fazit: Mehr drin, weniger Richtung, dafür ergiebiger in der Dauerschleife.

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