Review: POND – Tasmania

Dem Zustand unseres Planeten mit Optimismus begegnen, das tun die Psych-Popper aus Australien auf epischste Art, aber mit Gefühl.

POND und Tame Impala sind eng miteinander verwoben und so überrascht es nicht, wenn sich die Bands miteinander weiterentwickeln. Man lässt den Rock Rock sein und wendet sich reicheren Texturen zu.

Auf dem neuen POND-Album „Tasmania“ (Spinnin Top Records / Interscope) hat Kevin Parker wieder produziert. Die Songs bestehen aus unendlich vielen Schichten, wirken dabei sperrig und zugänglich zugleich. Pop-Musik für Kenner, eben.

Das Grundthema ist, wie bei so vielen Veröffentlichungen dieser Tage, der klägliche Zustand, in dem sich unser Planet befindet. POND begegnen dieser Sache mit Optimismus. Laben wir uns an den Früchten, schwimmen wir im Meer, lieben wir uns, so lange das noch geht, heißt es im Pressetext.

Tatsächlich versprühen die Songs Freude und zugleich eine unterschwellige Angst. Herzstück ist „Burnt Out Star“, das sich über acht Minuten sehr wandelbar zeigt. Zwischen sanftem Psych Pop und flottem Elektro ist alles dabei.

Nach dem entspannt groovenden „Daisy“ zu Beginn, folgen mit dem Titeltrack und „The Boys Are Killing Me“ gefühlvolle Einträge. Sexy, funky und verschleppt präsentieren sie sich.

„Goodnight, P.C.C.“ startet LoFi, bricht dann in alle Farben aus. Sehr experimentell ist „Shame“ geraten. Es blubbert, alles wirkt unruhig.

Fazit: Ihr ausgefeiltetes und spannendstes Werk bisher.

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