Review: Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs – King Of Cowards

Mit Feel-Good-Sound hatten es die Engländer ja noch nie. Jetzt wird es aber richtig übel.

Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs Pigs beschreiben den Entstehungsprozess zu ihrem neuen Werk so: „Es war, als ob man Farbe auf eine Leinwand wirft, zurücktritt, sich das dann in Ruhe und es als einen Ganzes betrachtet.“ Man könnte vom Chaos ausgehen, dann schlussendlich homogen wirkt, und das passt eigentlich ganz gut. Die neue Platte heißt „King of Cowards“ und ist der zweite Release für Rocket Recordings.

Das Album ist unfassbar brutal geraten, stellenweise gnadenlos sludgig und immer sehr wuchtig. Oft klingt Sänger Matt Batty nach Lemmy Kilmister, bei dem man die Vocal-Spur um die Hälfte langsamer abspielt. Darunter gibt es Wälzendes, das mal an Black Sabbath, dann wieder an Sleep erinnert.

Chris Morley (Ex-Gnod) ist am Schlagzeug neu dabei. Als Gäste sind u.a. Faye MacCalman am Saxofon, Helen Walkinshaw von den Tough Tits und Richard Dawson am Synthie angemeldet.

Die Stimmung ist sehr düster, das zieht sich durch die gesamte Platte. Die Stücke sind sich alle sehr ähnlich. „A66“ setzt nach heftigem Beginn erstmals auf ruhigere Momente, doch schnell ist es damit vorbei.

„Thumbsucker“ ist wohl der anstrengendste Moment. „Cake Of Light“ bleibt knackig und kurz. Der Abschluss mit „Gloamer“ ist chaotisch und verwirrt durch unzählige Richtungswechsel. Bei all dem Leiden hat man es aber mit einer fantastischen Platte zu tun.

Fazit: Mit etwas mehr Abwechslung wär es die Platte des Jahres geworden.

8.7

Fazit

8.7/10