Review: Pig Destroyer – Head Cage

Extremer Metal von den Grindcore-Urvätern: Pig Destroyer brillieren auf diesem äußerst brutalen Werk.

Mit Pig Destroyer und Agoraphobic Nosebleed gründete Scott Hull zwei prägende Grindcore-Bands. Beide starteten bei der „30 Songs in 30 Minuten“-Formel und haben sich gemeinsam davon entfernt. Mit „Head Cage“ (Relapse) veröffentlichen Pig Destroyer nun ihr sechstes Album, das erste seit 2012.

Es ist die erste Platte mit einem Bassisten und zwar John Jarvis. Sein Cousin Adam Jarvis sitzt an den Drums, JR Hayes ist weiterhin für den Gesang zuständig und Blake Harrison steuert Samples bei. Hull überstrahlt mit seiner Gitarrenarbeit alles.

Dazu gibt es einige Gäste. Richard Johnson und Kat Katz von Agoraphobic Nosebleed sowie Jason Hodges (u.a. Suppression) singen, Dylan Walker (Full of Hell) steuert Geräusche bei.

Der Sound von Pig Destroyer ist weiterhin brutal, man entfernt sich aber vom klassischen Grindcore. Dennoch bleibt es böse. Die Produktion ist so klar und wuchtig wie nie. Verschiedenste Extreme-Metal-Stile, wie Death, Thrash oder Sludge werden verwendet.

Von Minute 1 geht es rund. Das Intro will noch warnen, „Dark Train“ brettert dann los und überfährt all jene, die nicht vorher Stopp gedrückt haben. „Army of Cops“ mit Johnson als Gastsänger steuert in Richtung Hardcore und bietet einen sludgigen Bruch an.

„Circle River“ ist Thrash Metal mit einer unfassbar guten Gitarre. „The Torture Fields“ ist schleppend und brutal, eines der Highlights der Platte. Es folgen zwei Grindcore-Nummern, bei „Terminal Itch“ erleben wir die außergewöhnliche Katz.

Sie singt auch bei dem Überhit „Concrete Beast“, ein wunderbares Sludge-Teil. „Mt. Skull“ und „Trap Door Man“ bieten noch einmal Chaos, bevor „The Last Song“ und seine abgefahrenen Noise-Samples von Dylan Walker hereinbricht.

Die Schlussnummer „House of Snakes“ erstreckt sich über sieben Minuten. Der Song nähert sich der letzten Agoraphobic Nosebleed-EP „Arc“ an und ist schleppend doomig sowie ungeheuer stimmungsvoll.

Fazit: Fantastisch extrem.

8.4

Fazit

8.4/10