Review: Part Chimp – Drool

Brummender Noise Rock mit melodischem Unterbau. In Perfektion.

Super Satz aus dem Pressetext zum neuen Part Chimp-Album: „This band will demolish your house, but you’ll cheerfully thank them for it afterwards.“ Genau das. Genau das ist „Drool“ (Wrong Speed / Learning Curve), der insgesamt fünfte Output der Band aus London.

Mit schweren Riffs und brummendem Bass fallen sie ein, bekifft, doch das Ecstasy wirkt schon ein wenig. Zugedröhnt, dennoch aufgekratzt, eine anstrengende Mischung, die ins Musikalische übersetzt aber einen gewissen Reiz entwickelt.

Bei „Drool“ haben wir es wohl mit der bisher professionellsten Platte von Part Chimp zu tun. Schön auf den Punkt produziert, leicht verwaschen, aber schön auf die tiefen Klänge bedacht. Dazu ein nachvollziehbarer Aufbau mit Soundcollagen-Interludes und stimmigen Paketen.

„Back From The Dead“ eröffnet mächtig groovend, stellt den Sog her. In der Folge: Monotone, hallende Stücke, die aber mitreißen, eben weil man da Melodisches erkennen kann. Auf „Clever“ wird hastig Noise darauf geschüttet, auf „Wallow“ darf das Zugängliche mehr schimmern.

Dann mit dem Titeltrack ein unfassbares Groove-Monster, das auf eher Grungeiges mit „Up With Notes“ vorbereitet. Toll der Punk-Track „It’s True Man“ mit Tim Farthing (Henry Blacker), dazu noch das schlingernde „USisA“ und das übersteuerte „Worms“. Wundervolle Platte!

Fazit: Jetzt ein paar Höhen.

Part Chimp - Drool

8.7

8.7/10
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