Review: Parasol Caravan – Nemesis

Bietet, was man sich von einer Heavy Psych-/Stoner-Platte erwartet.

Wir erinnern uns an die Phase von John Garcia nach Kyuss. Slo Burn, Unida, Hermano, Bands, die den dicken Groove über bekifftes Brummen stellen. Genau hier sind Parasol Caravan einzuordnen.

Mit „Nemesis“ (töchtersöhne) veröffentlichen die Linzer ihr zweites Album in gut zehn Jahren. Man sammelte Live-Erfahrung, münzt diese in sehr kompakten Sound und fantastisch konstruierte Songs um. Da gibt es nicht eine unnötige Sekunde, alles wirkt gut ausgearbeitet.

Parasol Caravan spielen den Stoner grungeig, fallen unter das frische und allumfassende Label Heavy Psych. Ruhige Stellen gehören dazu, ausufernde Jams natürlich auch und der Groove muss fett sein.

Das alles geht Parasol Caravan gut von der Hand. Zudem ist die Produktion richtig rund geworden, verleiht an den richtigen Stellen Fett, pumpt anderenorts etwas Luft hinein.

Der Titeltrack legt die Spur, der wir den Rest der Platte über folgen werden. Das ist wuchtig und heavy, dann ausschweifend, plötzlich klassisch rockend, groovend und jammig.

„Perception“ hat alles, was zu einer guten Heavy Psych-Nummer dazugehört, während „Reason“ mehr ruhigere Stellen und viel Dringlichkeit hat.

Nach einem spaceigen Interlude wird es auf „Serpent of Time“ etwas punkiger, insgesamt aber hübsch groovend. Beinahe proggig ist „Transformation“ geraten.

Das abschließende „Transition“ fasst noch einmal alles zusammen. Das wälzt sich über sechs Minuten packend dahin, driftet, kommt dann doch zum Punkt.

Fazit: Keine Wagnisse, aber auch keine Fehler.

7.7

7.7/10
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